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Kategorie: Ausbildung (Erwachsene), Erlebnisberichte, FB Veranstaltungen
Von: Kai Osthoff
Nachttauchen, Steilwand und Interboot!
Ernüchternde Ausstellerzahlen auf der Interboot, ein spannender und aufregender Nachttauchgang und als krönender Abschluss ein Tauchgang am Tauchplatz Parkhaus Post in Überlingen.

Benni mit seinem Trocki ...

... und 5 Liter ...

... reinstes Trinkwasser! :)

Unsere Unterkunft - die Herberge!
Der Freitag Vormittag wurde für die gemütliche Anreise zur Interboot genutzt, kurzer Zwischenstopp am legendären Rasthof Hegau. Schnurstracks am Bodensee entlang, Richtung Friedrichshafen. Selbst um die Mittagszeit sind wir endlos im Stau gestanden. Eine optimale Anreisezeit gibt es wohl zu Messezeiten einfach nicht.
Die Messe selbst war ein echter Knüller. Als Vertreter des Hobbys Tauchen haben wir das Aufgebot der Stände zum Thema Tauchsport eher nüchtern aufgenommen. War doch unser Verband (
WLT - Württembergischer Landesverband für Tauchsport e.V.) einer der größten Aussteller in Halle 4. So konnten wir an diesem Tag Ute, Micha, Bernd und Sabine auf dem Stand entdecken. Ein "Schwätzchen" hier, ein Kaffee da. Ein Blick hinter die Kulissen des Tauchbeckens und schon machten wir uns auf Richtung "Einkaufsmeile".
Man kann es schon in einen Satz zusammenfassen. Ca. 8 Stände, von Ramsch bis DUI war alles vertreten. Gefehlt hat nichts. Die Menge war aber dennoch so übersichtlich, dass wir diesen Teil in wenigen Stunden erledigen konnten. So passierte es, dass trotz des kombinierten Auftretens des
VfL Sindelfingen und der Freizeittaucher Marbach nur 10 Kleiderbügel und unzählige Flossen- und Maskenbänder für den Vereinsbestand gekauft wurden.
Bereits mit leichtem Magenknurren haben wir uns dann auf den Weg zu unserer Unterkunft
"Die Herberge" gemacht. Etwas verdutzt sind wir dann vor verschlossenen Türen gestanden, obwohl laut Aushang und Internetseite bis 18:00 Uhr ein einchecken möglich sein sollte. Nach mehreren Versuchen konnten wir dann die Betreiberin Frau Weyand auf Ihrem Mobiltelefon erreichen - Sie dachte wir kommen später und wollte uns dann den Schlüssel in den Safe legen. Naja … flexibel ist etwas anderes.
So kam es, dass wir unsere Sachen wieder ins Auto geschleppt haben und direkt zum Tauchplatz "
Tennisplätze" in Überlingen gefahren sind. Hier ging dann das große basteln los. Benni und Philipp hatten sich jeweils einen Multiflex-Inflatorschlauch gekauft. Bei mir ging es ans eingemachte, mit einem Kontaktklebstoff (15 Euro!) versuchte ich meinen Trockentauchanzug dicht zu bekommen. Wie sich aber nach dem Tauchgang herausstellte, blieb es bei einem Versuch. Das Wasser wurde zwar weniger, aber dicht ist eben dicht und nicht "feucht". So kam es, dass wir einen sagenhaften Nachttauchgang hatten. Hecht, Barsch und Aal - Krebse obwohl vermutet konnten wir nicht entdecken.
Beim Abendessen in Ludwigshafen wurden dann Logbücher mit Informationen gefüttert, Vor- und Nachteile einer Lampe von TillyTec diskutiert und der nächste Tag geplant. Entschieden haben wir uns für einen Tauchgang am
Parkhaus Post.
Zuerst hatten wir aber noch eine Überraschung in unsere Unterkunft zu machen. Philipp als alter Feuerwehrmann, hatte direkt beim betreten unseres Zimmers die Entdeckung eines Rauchmelders mit Schutzkappe gemacht. Kurzerhand entfernt konnten wir nun auch entspannt schlafen und Fisch und Steak ordentlich verdauen. Die Überraschung beim auschecken, Philipp präsentierte seine Entdeckung Frau Weyand. Diese traute Ihren Augen nicht und hat uns recht unfreundlich darauf hingewiesen, dass genau das Absicht wäre. Brandmeldeanlage im Gaststätten- und Hotelgewerbe absichtlich außer Gefecht gesetzt? Die Begründung war so einfach wie logisch. Es wären die billigsten Rauchmelder verbaut, hierdurch hätte sie schon beim brutzeln von Bratwürsten auf den Zimmern mit Küche einen Fehlalarm. Reiner Selbstschutz, diese Brandmelder also mit den originalen Schutzkappen zu versehen? Zumindest Frau Weyand kann sich sicher sein - in ihrer "Penthouse-Wohnung" unter dem Dach wird sie bei einem Brand in jedem Fall zu den Opfern gehören.
Am Parkhaus Post angekommen wurden wir von einem kleinen Hündchen in der Tiefgarage empfangen, er war es auch, der uns einen schönen Tauchgang gewünscht hat. Die Faszination Steilwand - bis auf 35 Meter wagten wir uns an diesem Tag vor - mehr war nicht drin, so haben wir doch schon zuhause die Limits über unsere Nitrox-Mischung gesetzt. Benni und ich sind Wiederholungstäter, Philipp ist wohl vom Steilwandvirus angesteckt.
Nach dem Tauchgang dann die Überraschung, das arme Hündchen saß immer noch im Auto. Auch nach dem zweiten Tauchgang und insgesamt über drei Stunden Aufenthalt im Keller eines Parkhauses, vom Besitzer weit und breit nichts zu sehen. Kurz abgestimmt, klar Sache, wir haben es der örtlichen Polizeirevier gemeldet.
So haben wir nach einem kurzen Zwischenstopp bei Pommes, Burger und Co. nur noch die Thematik Rauchmelder zu diskutieren. Stand heute ist nicht klar, ist es nun Pflicht im Hotelfachgewerbe oder nicht? Wir werden es rausfinden, denn die Übernachtungsmöglichkeit für den nächsten Tauchausflug wäre schon klar - wenn diese Sache mit den Rauchmeldern nicht wäre.
Last but not least - ein genialer Kurztrip mit genau der richtigen Abwechslung!
... und natürlich dürfen wir Philipp gratulieren: Er hat seinen SK Nachttauchen an diesem Wochenende abgeschlossen!
